Das Pferd

An einem meiner Europaplatz-Treffen gestand mir eine Einheimische, dass sie den Platz erst googeln musste, um zu mir zu finden. Dabei gibt es wohl in der ganzen Stadt keinen berühmteren Treffpunkt. „Aber wir sagen immer nur ‚das Pferd’“, erklärte sie. Wenn ich vom Europaplatz schreibe, dann meine ich also das Pferd.
Und frage mich: hat hier eigentlich nur Europa Platz?

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Windallee, Variation II

Lampenalleen beleuchten schonungslos bedrohliche Drähte nachts nicht die Wege sondern nur die Grenzen   Nächste Treffpunkte: Dienstag, 21.4., 11 Uhr Kaffeerausch Mittwoch, 22.4., 14 Uhr Hofcafé Gut Füchtel Donnerstag, 23.4.,…

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Fremde Handschriften

Zwei Szenen aus dem Alltag einer Stadtschreiberin: I Ich sitze auf einer Bank am Europaplatz und mache mir Notizen zu den Stichworten „sichtbar“ und „unsichtbar.“ Neben mir sitzt ein Mann.…

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Zwischenbilanz

Heute vor einer Woche kam ich in Vechta an – mit leeren Händen. Ich wusste, dass es nichts bringen würde, mich vorzubereiten. Neue Welten entdecken – wie will man das…

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Europaplatz Protokoll

Geräuschvoll Heute Handschlag zweier junger Männer, die am Pferd verabredet sind Aufklappen der Fahrradständer Gespräche über das sonnige Wetter, die Brötchen der Bäckerei Wolke, die herumwirbelnden Servietten Immer Der sprudelnde…

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Gezeichnete Global City

„Ich lebe seit einem Jahr hier, mit meinen sieben Geschwistern und meinen Eltern. Ich gehe in die Schule, aber dort habe ich keine Freunde.“
„Was machst du in der Freizeit?“
„Ich male.“
„Was malst du? Menschen, Landschaften…“
„Traurige Menschen.“
„Zeigst du sie jemandem?“
„Nein, ich verstecke alle in meiner Mappe.“
„Hast du schon viele?“
„Sehr viele.“
(Gespräch mit einem 17-jährigen syrischen Flüchtlings-Mädchen)

Solche Gespräche sind fremde Welten in meiner eigenen – wo Menschen Krieg und IS hautnah erlebt haben, auf winzigen Booten zusammengepfercht mit 200 anderen Menschen übers Meer geflohen sind und alles aufgeben mussten. Wo Kinder ängstlich und monatelang auf ihre Eltern warten. Solche Gespräche sind auch Vechta. Gezeichnete Welten, oft versteckt und unsichtbar.

Global City neben Papierkrieg neben Intransparenz neben Bedürfnissen neben hohen Ansprüchen neben Engagement neben Begegnungen. Ist Global City – ein angemessener Begriff?

„Menschen begegnen Menschen“ heisst das neue Projekt der Flüchtlingshilfe Langförden, wo sich Einheimische und Flüchtlinge treffen, um einander besser kennenzulernen und wo ich dem syrischen Mädchen begegnet bin. So verschieden sind die Welten, so verschieden die einzelnen Geschichten – doch ein gemeinsamer Lebensraum, eine gemeinsame Welt, eine gemeinsame Verantwortung.

Vielfalt und Wandel, was sagt sie dazu, die Global City Vechta?

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Windallee

Der Wind, die Kirche, das Gefängnis – die Windallee die alles verbindet Gedanken verweht immer geradeaus führt Bis zum Schild: Gym. Antonianum, JVA Männer, Hospital, Parkhaus Links abbiegen Auf der…

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